Boiler an Heizung

Finden Sie alle relevanten Informationen zum Warm­wasser­aufbereitung mittels der bestehenden Heizung.

Mit der bereits vorhandenen Heizung zuverlässig und energieschonend Warmwasser aufbereiten

Mit der bestehenden Heizung das Warmwasser aufzubereiten, ist die einfachste Lösung zu den tiefsten Anschaffungskosten. In Kombination mit einer bereits vorhandenen Wärmepumpe sind sogar nicht nur die Betriebskosten sehr tief, auch die Umweltbilanz kann sich sehen lassen.

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Tiefe Anschaffungskosten - zuverlässiger Betrieb

Ein Boiler, der über die bestehende Heizung gewärmt wird ist denkbar simpel im Aufbau. Von der Heizung führt eine Warmwasserleitung in den Boiler, wo das Warmwasser der Heizung das kalte Boilerwasser erwärmt, bevor es im Haus verteilt wird. Diesem einfachen Aufbau verdankt diese Boiler-Bauart die vorteilhaften Anschaffungskosten sowie die Zuverlässigkeit. Da der Aufbau sehr simpel ist, ist der Boiler nicht anfällig auf Störungen. Sollte dennoch die Heizung aussteigen, liefert ein eingebauter Elektroeinsatz temporär warmes Wasser.

Grosse Unterschiede bei Betriebskosten und Effizienz

Die Betriebskosten und die Umweltbilanz sind bei dieser Bauart direkt von der bestehenden Heizung abhängig. Je günstiger und sauberer die Heizung Wärme produzieren kann, desto vorteilhafter sieht die Bilanz beim Warmwasser aus. Falls der Boiler über eine bestehende Erdsonde-Wärmepumpe aufgeheizt wird, reduzieren sich im Vergleich zur Ölheizung die Warmwasserkosten um über 50% - der CO2-Ausstoss lässt sich sogar um bis zu 85% reduzieren.

Übersicht

Die Aufbereitung des Warmwassers über die bestehende Heizung führt zu den geringsten Anschaffungskosten. Langfristig ist der Einsatz aber nicht bei jeder Heizung sinnvoll.

Limitierter Einsatzbereich

Limitierter Einsatzbereich

In Kombination mit einer reinen Öl- oder Gasheizung in diversen Kantonen nicht einsetzbar. Ab 2020 wegen MuKEn 2014 ist eine Neuanschaffung schweizweit untersagt.

Günstige Anschaffungs-, variable Betriebskosten

Die einfache Bauweise ermöglicht tiefe Anschaffungskosten. Die Warmwasserkosten sind direkt abhängig von der eingesetzten Heizung.

Unabhängig dank Elektroeinsatz

Wärmepumpenboiler sind in der Regel mit einem Elektro-Noteinsatz ausgestattet. Auch beim Ausfall der Wärmepumpe haben Sie Warmwasser.

Dimensionierung und Kosten

Richtige Dimensionierung spart Kosten bei komfortabler Warm­wasser­versorgung

Pro Person rechnet man mit einem Warmwasservolumen von 80 - 100 Liter. Für eine 4-köpfige Familie oder ein typisches Einfamilienhaus reicht daher ein 300 Liter Boiler bereits für angenehmen Warmwasserkomfort. In Mehrfamilienhäuser empfehlen sich Boiler mit einem Volumen von 400+ Liter.

Bei einem Boiler der über die Heizung aufgeladen - bzw aufgewärmt wird - muss bedenkt werden, dass die Heizung zusätzlich zur normalen Heizleistung des Hauses weitere Leistung für das Warmwasser aufwenden muss. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man pro Konsument mit 0.25 bis 0.3 zusätzlichen Kilowatt Leistung rechnet. Rechnen Sie entsprechend bei der Dimensionierung der Heizung die Leistung korrekt mit ein.

Ein moderner 300 Liter Boiler kostet abhängig vom Hersteller zwischen CHF 1’000 und 2’000. Die Installation, falls keine baulichen Massnahmen nötig sind, können normalerweise in einem Tag verrichtet werden. Das Warmwasser fällt lediglich während der Installation aus - also während weniger als einem Tag. Die Kosten für die Installation belaufen sich inklusive Elektroinstallation auf rund CHF 1000.

Voraussetzungen

Einfacher Boiler = einfache Installation

Einfachste Installation des Boilers

Die Installation eines Wärmepumpenboilers ist sehr einfach und kann praktisch überall vorgenommen werden. Einzige Voraussetzung - neben den rechtlichen Voraussetzungen - ist die Stromversorgung. Der Wärmepumpen-Boiler wird an das reguläre Stromnetz angeschlossen. Abhängig von der Leistung benötigt der Boiler eine Absicherung zwischen 10 und 16 Ampere - eine Voraussetzung die nicht immer gegeben ist. Im schlimmsten Fall müssen vom Verteilerkasten neue Kabel zum Boiler gelegt werden. Die Arbeiten werden von einem professionellen Elektriker vorgenommen.

Falls Sie das Warmwasser bis jetzt noch separat aufgeheizt haben, ist der Wechsel auf die Heizung möglich

Grundsätzlich ist es möglich, den Ersatzboiler an die Heizung anzuschliessen, auch wenn das vorher noch nicht der Fall war. Allerdings muss berücksichtigt werden, ob die bestehende Heizung über genügend überschüssige Leistung verfügt, um auch noch genügend Warmwasser zu produzieren. Weiter muss zuerst abgeklärt werden, ob die Steuerung der bestehenden Heizung auf den neuen Boiler umgestellt werden kann.

Energiepolitik (MuKEn)

Nicht alle Heizsysteme eignen sich zur Warm­wasser­aufbereitung: In Kombination mit einer reinen Öl- oder Gasheizungen sind Einschränkungen zu beachten

Einschränkungen bei der Warm­wasser­aufbereitung mit reinen Gas- oder Ölheizungen

In Kantonen wie den beiden Basel oder Luzern bereits heute und ab 2020 schweizweit durch MuKEn, wird vom Gesetzgeber gefordert, dass die Heizung und die Warmwasseraufbereitung nachhaltiger gestaltet werden. Im Rahmen dieses Gesetzes ist bzw. wird es nicht mehr möglich sein, das Warmwasser über ausschliesslich fossile Energieträger wie Öl oder Gas zu erhitzen. Für Besitzer einer solchen Heizung (ohne zusätzliche Solarthermie-Anlage) wird es dann nicht mehr möglich sein, beim Ersatz des Boilers einen neuen, über die Heizung aufgeladenen Boiler zu installieren. In Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, die einen Teil der Wärmeerzeugung über erneuerbare Quellen ermöglicht, wird der Einsatz dieser Boiler-Bauart weiterhin ermöglicht.

Wärmepumpenboiler als ökologische Alternative

Falls Sie eine bestehende Heizung auf Öl- oder Gas-Basis besitzen, kann der Ersatz des alten Boiler durch einen Wärmepumpen-Boiler eine langfristig sinnvolle Alternative darstellen.

Funktionsweise

Der Funktionsweise eines Boilers, der über die Heizung aufgeladen wird, ist einfach und kaum störungsanfällig

Immer genügend Warmwasser dank der Schwerkraft

 

Bei einem Boiler handelt es sich um einen grossen Warmwasser-Behälter. Der Boiler wird im unteren Bereich mit kaltem Frischwasser gespeist. Innerhalb des Boilers befindet sich ein spiralförmiges Register - der Wärmetauscher. Im Register zirkuliert ebenfalls Wasser. Dieses Wasser wird von der Wärmequelle - der bestehenden Heizung - hoch erhitzt. Die Wärme wird über das Register an das kalte Wasser im Boiler abgegeben - das Wasser im Boiler wird erhitzt.

Warmes Wasser ist leichter als kaltes Wasser. Der Boiler macht sich diesen Effekt zunutze, in dem sich das heisse Wasser oben am Boiler sammelt. In diesem - oberen - Bereich wird das Wasser gefasst und an das Haus oder die Wohnung abgegeben.

Durch diesen Effekt kann der Boiler bei geringem Wasserverbrauch stetig und energieeffizient aufgeheizt werden. Dank der erstklassigen Isolation des Behälters wird die Wärme ohne grosse Verluste gespeichert, bis Warmwasser gebraucht wird.

Wenn der Warmwasserkonsum steigt - auch über die Ladekapazität des Boilers hinaus - wird das gespeicherte Warmwasser entzogen und Sie geniessen bei guter Dimensionierung dauernd wohlig warmes Wasser, da nur heisses Wasser aus dem oberen Bereich entzogen wird. Sobald der Konsum wieder sinkt, kann die Wärmepumpe wieder mehr Warmwasser produzieren als entzogen wird - der Speicher wird wieder geladen. Im Vergleich mit einem Durchlauferhitzer, wo das Wasser nur bei Bedarf erhitzt wird, ist das Warmwasser konstant und in grossen Mengen vorhanden ist.

 

Der Legionellenschutz-Modus schützt vor Keimen

Ein energieeffizienter Boiler hält Wasser konstant vorrätig und dies normalerweise bei Temperaturen unter 60 Grad. Bei diesem Umfeld können sich Keime im Boiler ansiedeln, die für die Gesundheit des Menschen schädlich sind. Moderne Boiler - wie sie von meineheizung.ch eingesetzt werden - haben dafür einen speziellen Legionellenschutz-Modus. Dieser Modus heizt den Boiler regelmässig auf über 60 Grad und zerstört somit sämtliche schädlichen Keime.

Bereits Solarthermie? Kein Problem!

Sie haben bereits eine Solarthermie-Anlage auf Ihrem Dach installiert oder Sie spielen mit dem Gedanken, in Zukunft eine Anlage zu installieren? Kein Problem: Die modernen Wärmepumpenboiler können problemlos mit einem Zusatzregister (Wärmetauscher) ausgestattet werden. Die Solrthermie-Anlage wird an diesem Register angeschlossen. Bei guten Verhältnissen erhitzt die Sonne das Warmwasser. Die Wärmepumpe schaltet sich nur noch zu, wenn die Energie der Sonne nicht mehr ausreicht.

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